Die stille Kündigung wird häufig als individuelles Motivationsproblem beschrieben.
Diese Deutung greift zu kurz.

Insbesondere bei Mitarbeitenden über 50 ist Rückzug selten Ausdruck fehlender Leistungsbereitschaft.
Er ist meist das Ergebnis struktureller Ausgrenzung.

Wenn Erfahrung nicht mehr adressiert wird und 
wenn Entwicklung nicht mehr vorgesehen ist, entsteht ein klarer innerer Zustand:

Nicht mehr gemeint zu sein.

Die Folgen sind vorhersehbar:

  • Rückzug aus Verantwortung
  • Wissen bleibt ungeteilt
  • Prozesse werden formal bedient, nicht gestaltet

Für Organisationen ist das kein weiches Kulturthema.

Es ist ein handfestes Risiko.

Stille Kündigung bedeutet:

  • Verlust von Steuerungswissen
  • steigende Abhängigkeit von Einzelpersonen
  • erhöhte Konfliktanfälligkeit in Veränderungsprozessen

Organisationen, die diesen Zustand nicht erkennen,
verwechseln Ruhe mit Stabilität.

Tatsächlich handelt es sich um latente Instabilität.

Professionelle Organisationen behandeln stille Kündigung nicht psychologisch,
sondern strukturell.

Methode. Struktur. Perspektive.
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